Hortense Ullrich

Hexen küsst man nicht

Jojo hat ein Geheimnis, das sie nur ihrem Tagebuch anvertraut: Sie kann zaubern! Der Preis: Sie darf keinen Jungen küssen. Sonst verschwindet die Zauberkraft. Für Jojo kein Problem. Oder doch? "Hexen küsst man nicht" von Hortense Ullrich ist der beste Beweis, dass es doch ein Leben vor dem ersten Kuss gibt!

 

Buchabbildung

 

Leseprobe

Ein Tagebuch! Na klasse, das hat mir gerade noch gefehlt.
„Liebe Josefine! Mein Tagebuch war damals mein wichtigster Begleiter durch meine Backfisch-Zeit“, schreibt meine Tante und schickt mir ein leeres Buch.
Also wirklich – ein Tagebuch. Na zumindest ‚ne Spur besser als die jämmerlichen Schlafanzüge, die sie sonst schickt. Sie hat es geschafft, nahtlos vom Baby-Design, also kleine Bärchen und Kätzchen, zum Senioren-Muster Marke Streublümchen überzugehen, ohne jemals einen Schlafanzug zu schicken, der meinen Geschmack getroffen hätte.
Und meine Mutter ist stets entzückt und meint: „Also Jojo, das ist aber mal was Nettes. Ich wusste gar nicht, dass es so was heutzutage noch gibt." Das gibt einem doch zu denken, nicht wahr?!
Und nun ein Tagebuch. wer schreibt noch Tagebuch, wenn’s doch Computer gibt? In keiner Nachttischschublade findet man mehr ein Tagebuch. Überhaupt, genau genommen sind auch Nachttischschubladen out.
Jedenfalls durchstöbern neugierige Mütter die Zimmer ihrer Töchter nicht mehr nach Tagebüchern, sondern nach Disketten mit geheimen Aufzeichnungen. Und deshalb gibt es Passwörter. Denn immer mehr Eltern haben sich inzwischen ganz erstaunliche Computerkenntnisse angeeignet. Einige sind mit ihren Fähigkeiten sogar bereits übers Einschalten hinausgewachsen und man hat gehört, dass sie, während wir ahnungslos in der Schule sind und fürs Leben lernen, zu Hause an unseren Computern sitzen und genau die Spiele spielen, die sie uns ständig verbieten. Egal.
Was soll ich mit einem Tagebuch?!
„Deinem Tagebuch kannst du Dinge anvertrauen, die niemand wissen darf“, schreibt sie.
In meinem Leben gibt es keine Dinge, die niemand wissen darf. Mein Leben ist ein offenes Buch. Oder anders ausgedrückt: ein leeres Buch.
Mein Leben ist stinklangweilig.
Ich hab die nervigste kleine Schwester der Welt, die chaotischste Mutter der Welt und die blödesten Klassenkameradinnen der Welt.
Und das kann jeder wissen, also wozu ein Tagebuch?!

Das war übrigens nicht immer so. Also das mit der Schwester und der Mutter schon, aber mit der Schule nicht. Das war vor kurzem noch ganz anders.
Und nur wegen dieser blöden Serefina ist heute nichts mehr, wie es war. Sie hat uns nämlich in coole und uncoole Kids eingeteilt. Und wozu gehöre ich??! Zu den uncoolen!!
Cool oder uncool war bisher kein großes Thema. Es gab Leute, die waren okay, andere hatten was an der Waffel, aber irgendwie kam ich mit allen aus. Und jetzt das.
Plötzlich bin ich uncool. Und sitze nachmittags alleine zu Hause rum. Ich kann’s nicht fassen.

 

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